Es war nicht ganz einfach für mich aus Sir Lanka zurück zu kehren. Vom Gefühl her wie auftauchen an die Wasseroberfläche. Gefüllt mit so viel tollen Eindrücken und Menschen. Zurück in Europa fühlt sich die materielle Fülle in der wir leben sehr kalt an. Zumindest im Kontrast zu Sri Lanka. Viel mehr reglementiert, geordnet, mit der Priorisierung auf die Arbeit, finanziellem Wohlstand und materiellem Luxus. Das war jetzt anders herum eine Art kleiner Kultur Schock. Doch gerade dadurch wird mir um so mehr bewusst was für tolle Freunde ich um mich habe. Auch wenn ich euch nicht alle gesehen habe. Ich bin ganz gerührt von eurem herzlichen, warmen Empfang. Das hat mich total aufgefangen. Ich fühle mich geliebt ❤️
Vom Bahnhof abgeholt zu werden mit einem Strahlen und offenen Armen, einige spontane und herzliche Abende mit guten Freunden. Ich bin dankbar und fühle mich geliebt. Das ist unbezahlbar. Auch in uns steckt der Wunsch nach Gemeinschaft. Das fühlt sich nach „zu Hause“ an. Davon habe ich gerade keines wenn man es auf den Wohnort bezieht und gleichzeitig viele wenn ich es auf euch beziehe.
Jetzt bin ich in der Nähe von Sellrain in Österreich. Das „Bergheim“ ist einfach und liegt an einem rauschenden Bach. Das passt sehr gut zu meinem Bedürfnis. Ich merke die letzten Wochen wie wenig Dinge man doch braucht um glücklich zu sein. Es sind die Menschen, die glücklich machen, die Gedanken, die innere Einstellung. Ganz genau weiß ich noch nicht was ich machen werde. Heute habe ich die Gästezimmer gerichtet, Betten bezogen, Wäsche gemacht. Alles eher in Zeitlupe. Hier geht alles etwas langsamer, geruhsamer, friedlicher. Auch das passt zu meiner inneren Haltung.
Gestern Abend haben wir uns etwas „beschnuppert“ mit Blick auf die Berge und selbst gemachten Zirbenschnapps. Die ein oder andere Geschichte geteilt…Ich glaube wir werden die nächsten Wochen ein gutes Team sein. Jeder von uns mag das alleine sein mit sich und der Natur und doch auch manchmal Gesellschaft.
Geplante Aufgaben sind: Frühstück machen, einfache Mahlzeiten, Zimmer/Betten richten, Handlanger beim Renovieren, Kinderbetreuung beim Reiten, Pferde bewegen wenn keine Gäste da sind, in mich gehen, die Berge genießen, Stille…
Noch fühlt es sich wie eine Vollbremsung aus voller Fahrt an. In Sri Lanka war ich viel am Reisen, viel in Gesellschaft, tägliche neue Eindrücke. Hier ist…der Bach, die Ziegen, die Berge….jo, das war dann schon. Man sagt ich soll die Ruhe genießen, Juli und August wird es anders sein. Ok, dann mach ich das, Challenge accepted.

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